07022 - Colias alfacariensis Rippe, 1905
RL D: * (ungefährdet) / RL SN: 1 (vom Aussterben bedroht)
Colias alfacariensis besiedelt in Sachsen vor allem wärmebegünstigte Tallagen und Offenlandschaften. Der deutliche Schwerpunkt der Nachweise liegt in den Landschaften Sachsens im Bereich des Elbe-Durchbruchstales um Meißen und des Dresdner Elbtales einschließlich angrenzender Seitentäler zwischen Pirna und Meißen. Weitere, insgesamt deutlich zerstreute Vorkommen sind aus dem Östlichen Erzgebirgsvorland, dem Westlausitzer Hügel- und Bergland, dem Erzgebirgsbecken sowie vereinzelt aus der Großenhainer Pflege, der Stadtlandschaft Dresden, dem Leipziger Land und dem Mittelsächsischen Lösshügelland belegt.
Historische Hinweise reichen weiter zurück: Bereits Ochsheimer beschrieb für Sachsen eine auffällige Raupe an Bunter Kronwicke, ohne jedoch eine Trennung von C. hyale vorzunehmen. Die Artberechtigung für Mitteldeutschland wurde erst nach 1950 durch Zuchten von Schadewald (Bergmann 1955) gesichert. Als eigenständige Art wurde C. alfacariensis 1970 erstmals für Sachsen (Gauernitz) publiziert; ein Beleg von 1922 aus Weinböhla zeigt jedoch ein früheres Auftreten.
Die Mehrzahl der vorliegenden Datensätze stammt aus der Zeit ab 1950, mit einer leichten Zunahme punktgenauer Nachweise seit 2000. Aufgrund unterschiedlicher Erfassungsintensität sind die Zeitabschnitte jedoch nur eingeschränkt vergleichbar. Insgesamt zeigt sich eine seit längerem bestehende, räumlich klar auf den Elbtalraum konzentrierte Verbreitung.
