07128 - Plebejus idas (Linnaeus, 1761)
RL D: 3 (gefährdet) / RL SN: 2 (stark gefährdet)
Der Geißklee-Bläuling (Plebejus idas) ist in Sachsen vor allem in den östlichen und nördlichen Landesteilen nachgewiesen. Die meisten aktuellen Beobachtungen stammen aus den Naturräumen Oberlausitzer Heide- und Teichgebiet, Königsbrück-Ruhlander Heiden sowie aus den angrenzenden Bereichen der Lausitzer Braunkohletagebaulandschaften. Besonders hohe Funddichten wurden in der Königsbrücker Heide und im Umfeld von Hoyerswerda, Dauban und Weißwasser registriert. Auch im Bereich der Dübener Heide und in Teilen des Leipziger Landes gibt es einzelne Nachweise.
Die Auswertung der Funddaten zeigt, dass Plebejus idas bereits seit dem 19. Jahrhundert in Sachsen nachgewiesen ist. Ältere Funde (vor 1950) verteilen sich auf ein größeres Gebiet, wobei auch Regionen wie das Leipziger Land, die Dübener Heide und einzelne Standorte im Süden Sachsens vertreten sind. In den letzten Jahrzehnten (ab etwa 1980) konzentrieren sich die Nachweise jedoch zunehmend auf die Heide- und Moorlandschaften der Oberlausitz sowie auf Rekultivierungsflächen ehemaliger Tagebaue. In den südlichen und westlichen Landesteilen Sachsens fehlen aktuelle Nachweise weitgehend, was auf einen Rückgang der Vorkommen in diesen Regionen hindeutet.
Die Art war früher also in Sachsen weiter verbreitet und wurde in mehr Naturräumen gefunden. Heute ist Plebejus idas fast ausschließlich in den naturnahen Offenlandschaften der Oberlausitz und angrenzenden Gebiete nachweisbar. Die Bindung an spezielle Lebensräume ist deutlich stärker geworden, und die Gesamtzahl der Nachweise hat sich in den letzten Jahrzehnten verringert.
