06960 - Papilio machaon Linnaeus, 1758
RL D: * (ungefährdet) / RL SN: * (ungefährdet)
Der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) ist in Sachsen eine weit verbreitete, aber lokal unterschiedlich häufige Art. Die aktuellen Nachweise erstrecken sich über nahezu alle Naturräume Sachsens, von der Oberlausitz über das Mittelsächsische Lösshügelland, das Leipziger Land, die Dübener Heide, das Erzgebirge bis ins Vogtland. Besonders viele Funde liegen aus den Offenlandschaften der Elbtalregion, den Flussauen, den rekultivierten Tagebauflächen der Lausitz sowie aus den Mittelgebirgsregionen (z. B. Erzgebirge, Sächsische Schweiz) vor. Auch in urbanen und suburbanen Bereichen, wie Gärten und Brachflächen in Leipzig, Dresden und Chemnitz, wird die Art regelmäßig beobachtet.
Die Funddaten zeigen, dass Papilio machaon in Sachsen bereits seit dem 19. Jahrhundert regelmäßig nachgewiesen wird. Während ältere Funde (vor 1950) aus allen Landesteilen vorliegen, ist in den letzten Jahrzehnten eine deutliche Zunahme der Nachweise in anthropogen geprägten Lebensräumen wie Gärten, Brachflächen und rekultivierten Tagebaugebieten zu beobachten. Die Art profitiert offenbar von extensiver Flächennutzung, Blühstreifen und naturnahen Gärten, während sie in intensiv genutzten Agrarlandschaften und in stark versiegelten Stadtbereichen seltener wird.
In den letzten Jahren (seit etwa 2000) bleibt die Verbreitung insgesamt stabil, mit leichten Schwankungen in der Funddichte je nach Jahr und Region. In einigen Naturräumen, etwa im Erzgebirge und Vogtland, sind die Nachweise weiterhin regelmäßig, aber die Fundzahlen pro Fläche sind dort meist geringer als in den Tieflandregionen und Flussauen.
