Schwalbenschwanz


06960 - Papilio machaon Linnaeus, 1758

RL D: * (ungefährdet) / RL SN: * (ungefährdet)

Papilio machaon an Acker-Kratzdistel. - Müllberg, Möckern 01.07.2009 - D. Wagler
Papilio machaon an Acker-Kratzdistel. - Müllberg, Möckern 01.07.2009 - D. Wagler
Papilio machaon an Wiesen-Flockenblume. - Müllberg, Möckern 01.07.2009 - D. Wagler
Papilio machaon an Wiesen-Flockenblume. - Müllberg, Möckern 01.07.2009 - D. Wagler

Vorkommen


 Der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) ist in Sachsen eine weit verbreitete, aber lokal unterschiedlich häufige Art. Die aktuellen Nachweise erstrecken sich über nahezu alle Naturräume Sachsens, von der Oberlausitz über das Mittelsächsische Lösshügelland, das Leipziger Land, die Dübener Heide, das Erzgebirge bis ins Vogtland. Besonders viele Funde liegen aus den Offenlandschaften der Elbtalregion, den Flussauen, den rekultivierten Tagebauflächen der Lausitz sowie aus den Mittelgebirgsregionen (z. B. Erzgebirge, Sächsische Schweiz) vor. Auch in urbanen und suburbanen Bereichen, wie Gärten und Brachflächen in Leipzig, Dresden und Chemnitz, wird die Art regelmäßig beobachtet.

 

Die Funddaten zeigen, dass Papilio machaon in Sachsen bereits seit dem 19. Jahrhundert regelmäßig nachgewiesen wird. Während ältere Funde (vor 1950) aus allen Landesteilen vorliegen, ist in den letzten Jahrzehnten eine deutliche Zunahme der Nachweise in anthropogen geprägten Lebensräumen wie Gärten, Brachflächen und rekultivierten Tagebaugebieten zu beobachten. Die Art profitiert offenbar von extensiver Flächennutzung, Blühstreifen und naturnahen Gärten, während sie in intensiv genutzten Agrarlandschaften und in stark versiegelten Stadtbereichen seltener wird.

 

In den letzten Jahren (seit etwa 2000) bleibt die Verbreitung insgesamt stabil, mit leichten Schwankungen in der Funddichte je nach Jahr und Region. In einigen Naturräumen, etwa im Erzgebirge und Vogtland, sind die Nachweise weiterhin regelmäßig, aber die Fundzahlen pro Fläche sind dort meist geringer als in den Tieflandregionen und Flussauen.

Papilio machaon, Schwalbenschwanz, in Sachsen, Tagfalter, Steffen Pollrich
Vorkommen von Papilio machaon in Sachsen (Stand 2024)

Lebensraum


Phänologie


Lebensweise


Jungraupe vom Schwalbenschwanz. - Börnichen, Bornwald 06.06.2009 - M. Eigner
Jungraupe vom Schwalbenschwanz. - Börnichen, Bornwald 06.06.2009 - M. Eigner
Raupe des Schwalbenschwanzes. - Chemnitz, Kleingartenanlage am Kappler Hang, Raupenfund auf Dill 06.09.2008 - F. Herrmann
Raupe des Schwalbenschwanzes. - Chemnitz, Kleingartenanlage am Kappler Hang, Raupenfund auf Dill 06.09.2008 - F. Herrmann

Raupe des Schwalbenschwanzes kurz vor der Verpuppung. - 09.07.2008 - M. Eigner
Raupe des Schwalbenschwanzes kurz vor der Verpuppung. - 09.07.2008 - M. Eigner
Puppe von Papilio machaon. - Puppe am 25.01.2009 (gezüchtet), Raupe gefunden am 06.09.2008 in Chemnitz, Kleingartenanlage am Kappler Hang an Dill (Schlupf: 02.05.2009) - F. Herrmann
Puppe von Papilio machaon. - Puppe am 25.01.2009 (gezüchtet), Raupe gefunden am 06.09.2008 in Chemnitz, Kleingartenanlage am Kappler Hang an Dill (Schlupf: 02.05.2009) - F. Herrmann

Bestimmungshilfe


Präparierte Falter

Männchen/ Oberseite
Männchen/ Oberseite
Weibchen/ Oberseite
Weibchen/ Oberseite

Männchen/ Unterseite
Männchen/ Unterseite
Weibchen/ Unterseite
Weibchen/ Unterseite

Genitalabbildungen


Bilder-Galerie