06906 - Pyrgus serratulae (Rambur, 1940)
RL D: 2 (stark gefährdet) / RL SN: 0 (ausgestorben/ verschollen)
Pyrgus serratulae ist in Sachsen nur sehr lokal nachgewiesen. Der einzige historische Hinweis vor 1950 stammt aus dem Friedewald bei Dresden, wo die Art nach MÖBIUS (1905) gefangen und durch SEILER belegt wurde. Weitere Angaben aus den älteren landes- oder regionalfaunistischen Arbeiten fehlen. Damit bleibt dieser Fund der einzige sichere Nachweis aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der Stadtlandschaft Dresden.
Ein Verbreitungsschwerpunkt lag später im sächsischen Vogtland. Der früheste belegte Fund stammt aus dem Juni 1965 von Bad Brambach (Sammlung Naturkundemuseum Görlitz). 1974 wurde die Art dort erneut entdeckt; bis 1986 gelangen mehrere Beobachtungen an den Kalkhängen der Talsperre Pirk. Weitere Landschaften Sachsens sind nicht belegt.
Seit 2000 liegen keine Nachweise mehr vor. Insgesamt zeigt sich eine stets sehr punktuelle und zeitlich begrenzte Präsenz in wenigen Landschaften Sachsens; aufgrund der geringen Fundzahl sind weitergehende Aussagen zur Bestandsentwicklung nicht möglich.
Die Arte besiedelt offen, trockene Standort und ist in Sachsen am ehesten dem Biotoptyp 08.05.200 (Trocken- und Halbtrockenrasen zuzuordnen).
Die wenigen Nachweise in Sachsen gelangen im Zeitrum Ende Mai (28.05.1930) bis Ende Juni (22.06.1974).
Aus Sachsen liegen keine konkreten Angaben vor. Gemäß den Angaben aus der allgemeinen Literatur werden die Eier direkt an an verschiedenen Fingerkraut-Arten abgelegt, von den sich die Raupen ernähren. Anlaog zum Malven-Dickkopffalter (Carcharodus alceae) lebt die Raupe zwischen zusammen gesponnen Blättern und überwintert als erwachsene Raupe.
Auf der Flügeloberseite ist der Falter dunkelbraun gefärbt und die Vorderflügen enthalten kontrastreiche, weiße Flecken. Die Fransen der Flügelränder sind schwarz-weiß gescheckt.
Die Flügelunterseiten sind olivgrün bis braun gezeichnet und zeigen weiße Flecken.
