Familien der Bombycoidea


Die Bombycoidea umfassen eine Reihe auffälliger und oft großflügeliger Nachtfalter, die sich durch kräftige Körper, breite Flügel und eine meist dynamische Flugweise auszeichnen. Viele Arten besitzen markante Zeichnungen, Augenflecken oder farbige Muster, die der Tarnung oder Abschreckung dienen. Die Falter wirken insgesamt robust und gehören zu den eindrucksvollsten Erscheinungen der heimischen Nachtfalterfauna.

 

Zur Überfamilie gehören in Mitteleuropa vier Familien: die Brahmaeidae (Wiesenspinner), die Endromidae (Birkenspinner), die Saturniidae (Pfauenspinner) und die Sphingidae (Schwärmer). Diese Gruppen unterscheiden sich deutlich in Körperbau, Flügelform und Lebensweise, teilen jedoch Merkmale wie kräftige Raupen, stabile Kokons oder eine oft kurze, auf die Fortpflanzung konzentrierte Lebensdauer der Falter. Die Schwärmer sind für ihren schnellen, präzisen Flug und ihre langen Saugrüssel bekannt, während die Pfauenspinner durch große Flügel mit charakteristischen Augenflecken auffallen. Die Würfelfalter und Frühlingsspinner sind kleiner vertreten, aber biologisch ebenso interessant.

 

In Sachsen sind vor allem die Schwärmer (Sphingidae) artenreich vertreten, während die anderen Familien nur mit wenigen Arten vorkommen. Die Raupen sind meist groß und leicht zu erkennen – Schwärmerraupen etwa durch ihr typisches „Schwanzhorn“, Pfauenspinnerraupen durch ihre dichte Behaarung oder auffälligen Warzen. Die Falter erscheinen überwiegend im Sommer und lassen sich sowohl am Licht als auch an Blüten gut beobachten, wo sie mit ihrer Größe und ihrem kraftvollen Flug zu den markantesten Vertretern der Nachtfalter zählen.


Brahmaeidae (Wiesenspinner)

Sphingidae (Schwärmer)

Endromidae (Birkenspinner)