06958 - Iphiclides podalirius (Linnaeus, 1758)
RL D: / RL SN:
Der Segelfalter (Iphiclides podalirius) ist in Sachsen eine wärmeliebende, aber insgesamt seltenere Art als der Schwalbenschwanz. Die aktuellen Nachweise konzentrieren sich vor allem auf die Elbtalregion (insbesondere die Weinbaugebiete und Trockenhänge bei Meißen, Coswig, Radebeul und Dresden), das Mittelsächsische Lösshügelland, Teile des Leipziger Landes sowie die Oberlausitz. Einzelne Funde liegen auch aus dem Erzgebirgsvorland, der Dübener Heide und den rekultivierten Tagebauflächen der Lausitz vor. Besonders typisch sind Beobachtungen an sonnigen Waldrändern, Weinbergen, Streuobstwiesen und in Gärten mit Schlehen- und Pflaumenhecken.
Die Funddaten zeigen, dass Iphiclides podalirius in Sachsen bereits seit dem 19. Jahrhundert nachgewiesen wird, allerdings war die Art immer schon lokal begrenzt. Historische Funde stammen vor allem aus den klimatisch begünstigten Regionen entlang der Elbe und aus dem Raum Dresden. In den letzten Jahrzehnten (ab etwa 1980) ist eine leichte Ausbreitungstendenz in Richtung Norden und Westen zu erkennen, vermutlich begünstigt durch den Klimawandel und die Zunahme von wärmebegünstigten Offenlandstrukturen. Dennoch bleibt der Segelfalter in Sachsen eine seltene und lokal vorkommende Art.
Die meisten aktuellen Nachweise stammen aus den letzten 20 Jahren, wobei die Funddichte in den klassischen Weinbauregionen und an den Elbhängen am höchsten ist. In den Mittelgebirgsregionen und im Vogtland fehlen aktuelle Nachweise fast vollständig.
