06899 - Pyrgus carthami (Hübner, 1813)
RL D: 2 (stark gefährdet) / RL SN: - (nicht bewertet)
Ein gesichertes Vorkommen von Pyrgus carthami in den Landschaften Sachsens ist nicht belegt. Historische Nennungen aus dem ausgehenden 18. und 19. Jahrhundert (u. a. LUDWIG 1799, VON BLOCK 1799, Gebr. SPEYER 1858) beruhen auf uneinheitlicher Nomenklatur und lassen sich keiner sächsischen Art eindeutig zuordnen. Die von SPEYER genannten Fundorte (Nossen, Freiberg, Oberlausitzer Oberland) sind aufgrund der damaligen Synonymverwendung nicht sicher interpretierbar. OCHSENHEIMER (1805) führt die Art für Sachsen nicht an.
Spätere Hinweise bleiben ebenfalls unbestätigt. EBERT (1958–60) verweist lediglich auf eine Angabe bei MÖSCHLER (1861) für die Oberlausitz; diese wurde bereits von MÖBIUS (1905) nicht übernommen. Dessen eigene Fundmeldungen aus der Lössnitz und dem Sauchbachtal bei Dresden erwiesen sich später als Fehlbestimmungen (MÖBIUS 1922); zudem liegt der genannte Leinaforst heute außerhalb Sachsens.
Aktuelle oder belegte historische Nachweise fehlen vollständig. Ein dauerhaftes Auftreten der Art in Sachsen ist daher nicht nachweisbar; Pyrgus carthami gehört nicht zum gesicherten Bestand der sächsischen Fauna.
