Spiegelfleck


06917 - Heteropterus morpheus (Pallas, 1771)

RL D: * (ungefährdet) / RL SN: * (ungefährdet)

Heteropterus morpheus. - Dauban, ehemaliger Panzerschießplatz 27.06.2012 - M. Trampenau
Heteropterus morpheus. - Dauban, ehemaliger Panzerschießplatz 27.06.2012 - M. Trampenau
Heteropterus morpheus. - Neustadt NO Kippengelände 19.07.2013 - M. Trampenau
Heteropterus morpheus. - Neustadt NO Kippengelände 19.07.2013 - M. Trampenau

Vorkommen


Der Spiegellfleck (Heteropterus morpheus) ist in Sachsen eine charakteristische Art feuchter, strukturreicher Offenlandbiotope. Er bevorzugt nährstoffarme, extensiv genutzte Feuchtwiesen, Bruchwälder und Übergangsbereiche zu Mooren. Typische Lebensräume sind grundwasserbeeinflusste Niederungen mit Seggen- und Riedbeständen sowie lichte Waldränder in feuchten Lagen. In Sachsen finden sich geeignete Habitate vor allem in den großräumigen Niederungslandschaften und den feuchten Talauen.

 

Die aktuellen Vorkommen konzentrieren sich auf die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, die Königsbrücker Heide sowie die Niederungen entlang der Spree und Schwarzer Elster. Weitere Nachweise stammen aus dem Bereich der Elbtalniederung und aus einzelnen Feuchtgebieten des Mittelsächsischen Lösshügellandes. In den letzten Jahren wurden zudem Funde aus rekultivierten Tagebauflächen der Lausitz gemeldet, wo sich durch Renaturierung neue Feuchtlebensräume entwickelt haben. In den Mittelgebirgsregionen tritt die Art nur vereinzelt auf, da dort geeignete Feuchtwiesen fehlen.

 

Historische Nachweise reichen bis in das späte 19. Jahrhundert zurück. Heteropterus morpheus war stets an großflächige, extensiv genutzte Feuchtwiesen gebunden und daher nie flächendeckend verbreitet. Mit der Intensivierung der Landwirtschaft und der Entwässerung von Niederungen kam es im 20. Jahrhundert zu deutlichen Rückgängen. In den letzten Jahrzehnten zeigen sich stabile Restvorkommen in Schutzgebieten und in Bereichen mit angepasster Pflege. Renaturierungsmaßnahmen in ehemaligen Tagebauen und die Wiedervernässung von Moorstandorten haben lokal zu einer leichten Ausbreitung geführt. Die meisten aktuellen Nachweise stammen aus den letzten 20 Jahren, mit Schwerpunkten in der Oberlausitz und den großräumigen Niederungen Sachsens. Langfristig bleibt die Art stark von der Erhaltung feuchter Offenlandbiotope abhängig.

Spiegelfleck, Heteropterus morpheus, in Sachsen, Tagfalter Pollrich
Vorkommen von Heteropterus morpheus in Sachsen (Stand 2024)

Lebensraum


Phänologie


Lebensweise


Bestimmungshilfe


Präparierte Falter

Männchen/ Oberseite
Männchen/ Oberseite
Weibchen/ Oberseite
Weibchen/ Oberseite

Männchen/ Unterseite
Männchen/ Unterseite
Weibchen/ Unterseite
Weibchen/ Unterseite

Genitalabbildungen


Bilder-Galerie