Familien der Lasiocampoidea


Die Lasiocampoidea umfassen eine kleine, aber gut erkennbare Überfamilie, deren Vertreter sich durch ihren gedrungenen Körperbau, die oft dicht behaarten Falter und die robusten Raupen auszeichnen. Viele Arten besitzen breite, erdfarbene Flügel mit eher schlichten Mustern, was gut zu ihrer überwiegend nachtaktiven Lebensweise passt. Typisch sind außerdem die stark gefiederten Fühler der Männchen, mit denen sie die Pheromone der Weibchen über große Entfernungen wahrnehmen können.

 

Zur Überfamilie gehört in Mitteleuropa vor allem eine Familie: die Lasiocampidae (Glucken). Ihre Raupen sind meist kräftig gebaut, oft auffällig behaart und leben an einer Vielzahl von Laubgehölzen. Viele Arten spinnen zur Verpuppung dichte, widerstandsfähige Kokons, die an Zweigen, in der Bodenstreu oder zwischen Blättern befestigt werden. Die Falter selbst nehmen im Adultstadium keine Nahrung mehr auf und leben nur wenige Tage, in denen sie sich ausschließlich der Fortpflanzung widmen.

 

In Sachsen sind die Glucken (Lasiocampidae) mit mehreren Arten vertreten. Sie besiedeln vor allem Wälder, Heckenstrukturen und waldnahe Offenlandbereiche. Die Falter erscheinen meist im Hoch- bis Spätsommer und lassen sich gut am Licht nachweisen, während die auffälligen Raupen häufig schon im Frühjahr und Frühsommer an ihren Futterpflanzen entdeckt werden können.

 


Lasiocampidae / Poecilocampinae

Lasiocampidae / Lasiocampinae

Lasiocampidae / Malacosominae